Der 1433 eröffnete, schönste Platz der Stadt wird von dem prächtigen Renaissance-Gebäude der Loggia beherrscht und ist heute Sitz der Gemeindeverwaltung von Brescia. Der mit plastischen Ornamenten reich geschmückte Palast klassizistischer Tendenz wurde im Jahre 1492 begonnen und 1570 mit der Beteiligung der Architekten Jacopo Sansovino und Andrea Palladio im oberen Teil fertiggestellt. An der Südseite des Platzes erheben sich die Pfandhäuser "Monti di Pietà" (das antike ist östlich durch einen kleinen Bogen mit dem neueren verbunden) aus dem 15. und 16. Jahrhundert, in die römische Inschriften eingesetzt wurden; insgesamt stellen sie ein außergewöhnliches Lapidarium dar. Eine kleine Loggia in venezianischem Stil verbindet die "Monti di Pietà“ mit dem antiken Gefängnisgebäude. In der Mitte der Ostseite des Platzes sieht man oberhalb des Säulenganges eine aus dem 16. Jahrhundert stammende, astronomische Uhr mit zwei Figuren, welche die Stunde schlagen. Die Uhr präsentiert auf ihrem Zifferblatt den gesamten Tag von 24 Stunden.
Neben dem sich darunter befindlichen Brunnen wurde eine Stele zur Erinnerung an die Bürger errichtet, welche am 28. Mai 1974 während einer gewerkschaftlichen Veranstaltung von einer Bombe getötet wurden. Um eine antike Tradition wiederaufzunehmen, wurde dieser Platz in letzter Zeit Sitz des Wochenmarktes, der an jedem Samstag stattfindet. In der Nähe ist auf die Restaurierung des Benediktinerklosters mit Innenhöfen aus dem 16. Jahrhundert hinzuweisen. Es befindet sich neben der Kirche San Faustino (am Ende der gleichnamigen Straße) und wurde von der Universität der Studien in Brescia erworben.